Wie kann ich Glattleder richtig pflegen?

Glattleder richtig pflegen – wertvolle Naturprodukte, die einer gewissen Pflege bedürfen

Glattleder richtig pflegen? Polstermöbel, die aus wertvollem Glattleder gefertigt sind, verleihen Ihren Räumlichkeiten ein edles Ambiente. Ein Ecksofa oder eine Couch beispielsweise als Solitär in einem Raum aufgestellt, wirkt stets elegant und zeugt vom guten Geschmack der Bewohner. Durch die alltägliche Nutzung der Ledermöbel entstehen allerdings im Verlauf der Jahre gewisse Verfärbungen, sodass diese einen einzigartigen Charakter aufweisen. Um trotzdem noch etliche Jahre Freude an den Möbeln zu haben, ist eine entsprechende Pflege zwingend nötig. Nur wenn das Leder Ihrer Möbel regelmäßig gepflegt/gereinigt wird, ist die hochwertige Qualität zu erhalten.

Ledermöbel am Ende des Sommers pflegen

In erster Linie werden die Arm-/Rückenlehnen sowie die Sitzfläche einer Ledercouch extrem belastet. Wird dieser Bereich der Ledermöbel nicht in regelmäßigen Abständen fachgerecht gepflegt, kann das Leder verschmutzen, austrocknen sowie ausbleichen. Fehlt eine sorgfältige Pflege, können auf den Sitzflächen, die täglich starker Belastung standhalten müssen, in kurzer Zeit Risse auftreten. Ledermöbel mit deutlichen Gebrauchsspuren verfügen zwar auch über einen gewissen Charme, speziell in Kombination mit dem trendigen Industrial Style, die empfindlichen Oberflächen sollten dennoch geschützt werden.

Der ideale Zeitpunkt, wann Ihre feinen Ledermöbel gereinigt und mithilfe professioneller Pflegeprodukte zu bearbeiten sind, ist der Spätsommer. In den trockenen, heißen Sommerwochen wird Naturleder dagegen in höchstem Maße beansprucht. Um Rissbildungen zu vermeiden und das empfindliche Material geschmeidig und weich zu erhalten, eignet sich zum Beispiel spezielle Pflegemilch und Reinigungsbalsam, die auf die Ansprüche von glattem Leder abgestimmt sind.

Dies gilt besonders, wenn Ledermöbel längere Zeit direktem Sonnenlicht beispielsweise an einem großen Fenster/Terrassenfenster ausgesetzt waren. Bei kleineren Räumlichkeiten lässt sich dies allerdings oft nicht vermeiden. Mithilfe professioneller Pflegeprodukte können Ihre Ledermöbel jedoch wieder angenehm weich werden und intensiver in der Farbe.

Sorgfältige Pflege für wertvolle Ledermöbel

Elegante Ledermöbel wie beispielsweise ein Ecksofa müssen nicht zwingend mit speziellen Reinigungsmitteln gepflegt werden. Normalerweise, wenn keine gravierenden Flecken vorhanden sind, sind destilliertes Wasser und Neutralseife ausreichend. Normales Leitungswasser sollten Sie grundsätzlich nicht verwenden, da eventuell unschöne Kalkflecken auf dem wertvollen glatten Leder zurückbleiben. Bevor Pflege-/Reinigungsmittel angewendet werden, ist eine Absaugung der Sessel und Sofas angesagt.

Neutralseife und Wasser sollten danach mit einem weichen Tuch nebelfeucht aufgetragen werden. Anschließend muss die Seife mithilfe eines ausgewaschenen fast trockenen Tuches vom Leder wieder entfernt werden, um Trockenränder auf der Oberfläche zu verhindern. Da sich Leder ausdehnt, wenn es feucht wird, sollten Sie die Möbel vor der nächsten Nutzung komplett trocknen lassen, um ausgebeulte Stellen zu vermeiden. Ist ein Malheur mit Kaffee oder Wein passiert, ist es wichtig, sofort zu reagieren. Die Flüssigkeit ist dabei am besten durch ein leicht feuchtes Tuch aufzunehmen. Auch hierfür sollte das Tuch nie in Leitungswasser angefeuchtet werden, da Kalkflecken auftreten können.

Lederfett schützt zuverlässig vor Feuchtigkeit und Flecken

Flecken können jedoch erst entstehen, wenn Ihre Ledermöbel nicht gegen Feuchtigkeit geschützt sind. Hier können Sie einfach dadurch vorbeugen, wenn Sie Arm-/Rückenlehnen sowie die Sitzflächen in regelmäßigen Abständen mit Lederfett versorgen, das für Glattleder geeignet ist. Dieses erhält die Oberfläche weich und geschmeidig, verhindert Risse und bildet zudem eine Schutzschicht, die Flüssigkeiten abperlen lässt.

Fettlösende Pflegeprodukte entfernen hartnäckige Fleckenreste

Fettflecken, die zum Beispiel von Kosmetika oder Soßen stammen, sind dagegen wesentlich schwieriger zu entfernen. Um beispielsweise Ihre Ledercouch nicht durch ätzende Reinigungsmittel zu beschädigen, sollte auf derartig scharfe Substanzen aus Ihrem Haushalt verzichtet werden. Damit das Fett nicht tief ins Leder einzieht, hat sich zum Beispiel eine sofortige Behandlung mit Kartoffelmehl bewährt. Letzteres bindet das Fett und lässt sich abschließend einfach wegsaugen oder auffegen. Bleibt trotz aller Bemühungen ein Fettfleck auf dem Leder bestehen, bietet der Handel spezielle fettlösende Produkte, die für glattes Leder konzipiert wurden. Sie sollten jedoch vor Gebrauch der meisten Mittel an einer schwer sichtbaren Stelle des Möbels testen, ob sich bei deren Anwendung eventuell Farbveränderungen zeigen.

Bei der Reinigung Ihrer wertvollen Ledermöbel sollte nicht allein der Fleck, sondern das Material im Ganzen von einer Naht zur anderen behandelt werden, damit bei leichten Veränderungen der Farbe die Gesamtfläche einheitlich bleibt. Des Weiteren ist starkes Reiben während der Fleckenentfernung zu vermeiden, da die Lederstruktur sonst beschädigt wird.

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